Definition Cashflow
Was ist Cashflow?
Der Begriff Cashflow kommt aus dem Englischen (Cash = Geld, Flow = Fluss) und bedeutet Geldfluss oder Kapitalfluss. Der Cashflow ist eine Bilanzkennzahl für Unternehmen und gibt an, wie viel Kapital in einer bestimmten Periode zu- bzw. abgeflossen ist.
Vereinfacht gesagt werden in der Cashflowrechnung alle Einzahlungen und Auszahlungen einer bestimmten Zeit gegenübergestellt. Die Differenz, die sich daraus ergibt, ist der Cashflow. Dementsprechend kann der Cashflow sowohl positiv als auch negativ sein.
Unterteilung
Wie wird der Cashflow unterteilt?
Die Cashflowrechnung besteht aus vier Elementen: dem operativen Cashflow, dem Cashflow aus Investitionen, dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten und dem Free Cashflow.
Der operative Cashflow aus der Geschäftstätigkeit stellt eine finanzielle Rechnungsgröße dar und gibt den Zahlungsmittelüberschuss an, der durch das operative Geschäft im betrachteten Zeitraum erzielt wurde. Es werden also nur Erträge und Ausgaben der normalen Geschäftstätigkeit mit einbezogen, zum Beispiel die Produktionskosten.
Der Cashflow aus Investitionen gibt den Saldo der Zahlungsmittel an, die das Unternehmen in den Erwerb von Finanz- und Sachanlagen investiert hat (z. B. Produktionsanlagen).
Der Cashflow aus Finanzierung bezieht sich auf den Saldo der Zahlungsströme, die aus der Finanzierungstätigkeit zu- bzw. abgeflossen sind. Zuflüsse können aus der Aufnahme von Eigenkapital oder aus der Aufnahme von Fremdkapital stammen. Demgegenüber können Abflüsse durch die Ausschüttung an Anteilseigner oder die Tilgung von Verbindlichkeiten zustande kommen.
Der Free Cashflow bezieht sich auf die freien, dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Mittel. Dieses Kapital kann zum Beispiel für Investitionen oder Ausschüttungen verwendet werden.
Berechnung
Wie wird der Cashflow berechnet?
Hierbei gibt es zwei Arten, um den Cashflow zu berechnen: die direkte Methode und die indirekte Methode.
Der direkte Cashflow besteht aus zahlungswirksamen Erträgen und Aufwendungen und sieht wie folgt aus:
Direkter Cashflow = zahlungswirksame Erträge – zahlungswirksame Aufwendungen
Der indirekte Cashflow ergibt sich aus folgenden Komponenten:
Indirekter Cashflow = Jahresüberschuss – nicht zahlungswirksame Erträge – nicht zahlungswirksame Aufwendungen.
Hierbei wird der indirekte Cashflow insbesondere für die Bilanzanalyse verwendet.